Jugendbeirat stellt sich neu auf und wirbt digital

Per Facebook-Seite können Jugendliche ihre Anregungen und Wünsche äußern

RÜTHEN - Der im Frühjahr gegründete Jugendbeirat in Rüthen stellt sich neu auf. Weil Vorsitzender Jean-François Siani aus Oestereiden nach dem Abitur nun sein Studium antritt, übernimmt künftig Schüler Leon Kutscher die Führung des Beirats. Zudem wollen die Verantwortlichen per Facebook künftig verstärkt um Jugendliche werben.

„Es war schön und interessant und vielseitig, Demokratie und die Prozesse auf kommunaler Ebene kennenzulernen“, sagt der 17-jährige Siani, der bislang die Geschicke des Beirats geleitet hat. Nach der Gründung des Beirats hatte der Stadtrat Anfang Mai beschlossen, dass die Jugendlichen Vertreter aus ihren Reihen in die politischen Ausschüsse der Stadt entsenden dürfen. Ausgenommen davon sind die Ratssitzungen sowie die Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Wahl- und Rechnungsprüfungsausschusses. Ein Stimmrecht haben die Jugendlichen zwar nicht, gleichwohl können sie ihre Meinung zu aktuellen Themen äußern.

„Es war schön, bei den Entscheidungsfindungen dabei zu sein und das Gefühl zu haben, etwas zu beeinflussen und etwas für die Stadt zu tun“, resümiert Siani. „Ich bedanke mich bei Bürgermeister Peter Weiken und den Mitgliedern des Stadtrates, dass sie das möglich gemacht haben.“

Künftig übernimmt Leon Kutscher die Leitung des Beirats. Er ist 18 Jahre alt und Schüler in der Q2 am Friedrich-Spee-Gymnasium. Laut Siani ist er stark politisch interessiert. „Ich habe gezielt nach so jemanden für den Vorsitz gesucht“, sagt der ehemalige Leiter. Intern wurde anschließend darüber abgestimmt, ob Kutscher das Amt übernehmen soll – mit Erfolg. Kutschers Aufgabe ist es künftig, den Beirat, der derzeit aus 20 Mitgliedern besteht, zu organisieren und vor den jeweiligen Ausschüssen jemanden zu finden, der als Vertreter in die Sitzungen im Rathaus geht. Findet er keinen, geht er selbst. „Bisher hat das immer gut funktioniert“, sagt Siani. „Teilweise waren wir sogar mit zwei Mitgliedern vertreten.“

Klar ist aber auch: Die Mitglieder sind alle äußerst jung und bisher selten mit Politik in Verbindung gekommen. Die politischen Abläufe wollen erst einmal kennengelernt werden. Da verwundert es nicht, wenn die Jugend in den Ausschüssen bislang weitgehend stumm geblieben ist.

Hauptziel des Jugendbeirats ist es daher auch weiterhin, in den Ausschüssen vertreten zu sein und sich einzufinden, aber auch Rüthen zukunftsorientiert zu gestalten. Denn: „Viele konservative Ansichten der Politiker halten Rüthen davon ab“, meint Siani. Nachhaltiges Denken, Elektromobilität, aber auch grundlegende Dinge wie die neumodische Gestaltung von Hausdächern träfen in den Ausschüssen häufig auf Skepsis. Das sei nicht unbedingt förderlich für Rüthen.

Um mehr Jugendliche im Stadtgebiet von Rüthen zu erreichen, haben die Verantwortlichen jüngst die Facebook- Seite „Jugendbeirat Rüthen“ ins Leben gerufen. „Da kann man künftig verfolgen, was bei uns ansteht“, sagt Siani. Zudem sollen Jugendliche dort ihre Ideen und Wünsche den Vertretern, die in die Ausschüsse entsandt werden, mit auf den Weg geben können. Siani: „Davon ab wäre es natürlich wünschenswert, wenn sich noch mehr Jugendlichen bei uns engagieren.“ - mun


(Artikel als PDF )

Barrierefreiheit bleibt auf Jahre ein Thema in Rüthen

Politik diskutiert Möglichkeiten, städtische Gebäude zugänglicher zu gestalten

RÜTHEN - Das Thema Barrierefreiheit drängt. Je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto schwieriger wird es für sie im Alter, gewisse Orte problemlos zu erreichen. Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigte sich jetzt mit der Frage, welche städtischen Gebäude zugänglicher gestaltet werden könnten – und ob das in baulicher und finanzieller Hinsicht überhaupt möglich und sinnvoll ist.

Der Tagungsort des Ausschusses war passend gewählt: das Erdgeschoss des Alten Rathauses. Weil eines der Ausschussmitglieder im Rollstuhl sitzt und daher nur schwer den Sitzungssaal im Rathaus erreichen kann, hatte Ausschussvorsitzender Jürgen Steinmetz bei der vorherigen Sitzung entschieden, dass die Mitglieder künftig im Alten Rathaus zusammenkommen. Und damit waren die Teilnehmer bereits mitten in der Debatte.

Denn selbst das Alte Rathaus ist nicht rundum barrierefrei. Zwar besitzt die altehrwürdige Immobilie am Eingang eine Rampe. Wer jedoch in den Saal im Obergeschoss möchte, muss Treppen steigen. Entsprechend hatte die BG im Vorfeld des Ausschusses per Antrag gefordert, einen barrierefreien Zugang zum Ratssaal zu schaffen. „Im Alten Rathaus finden viele kulturelle Veranstaltungen statt, an denen behinderte und ältere Menschen nur schwer teilnehmen können“, sagte BG-Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller im Ausschuss. Deshalb solle, so die Forderung der Partei, etwa über einen Plattformlift oder einen Aufzug nachgedacht werden.

Der SPD ging dieser Vorschlag nicht weit genug. Sie stellte einen erweiterten Antrag. „Das Rathaus ist mindestens genauso wichtig. Die Schulen ebenso“, sagte Fraktionschef Johannes Erling. Die Verwaltung müsse von der Politik den Auftrag erhalten, zu prüfen, wann, wie und wo barrierefreie Zugänge in Rüthen umsetzbar sind. „Und was da für Pulver hinter hängt“, sagte Erling in Bezug auf die Baukosten. Ricarda Kroll von der FDP riet dazu, die künftige Gesetzeslage in NRW abzuwarten. Die neue schwarz-gelbe Landesregierung habe die Landesbauordnung vorerst auf Eis gelegt. „So ein Antrag sollte verschoben werden, bis die Gesetzeslage klar ist.“

CDU-Politiker Hartmut Modes war der Ansicht, dass das Thema Barrierefreiheit seitens der Stadt bereits gut begleitet wird. „Das ist bei der Verwaltung in guten Händen“, sagte Modes. Jean- François Siani von der Jugendkommission wandte ein, die Problematik nicht in die Zukunft zu verschieben. „In 20 Jahren werden viel mehr Leute im Rollstuhl sitzen. Wir können das auch jetzt angehen.“

Stadthalle soll Rampe am Eingang erhalten

Bürgermeister Peter Weiken warnte davor, in Aktionismus zu verfallen. „Man muss das Ganze auch mal in Relation sehen.“ Natürlich sei es möglich, für 100 000 Euro beispielsweise eine Glaskonstruktion inklusive Aufzug ans Alte Rathaus zu setzen. „Es kommen aber mehr ältere Menschen zu mir ins Büro, die sich über das Kopfsteinpflaster in der Hochstraße und auf dem Markplatz beschweren“, sagte Weiken. Hinzu kämen bauliche Vorgaben. Beim angedachten Umbau des Rathauses müsste beim Einbau eines Aufzugs etwa das gesamte Treppenhaus eingehaust werden. Heißt im Umkehrschluss: Die Umrüstung aller städtischen Gebäude dürfte sich über viele Jahre hinziehen.

Weiken hatte dann aber doch noch eine gute Nachricht parat. Beim anvisierten Umbau der Stadthalle sei die Barrierefreiheit das erste gewesen, was vom Architekten angesprochen worden sei. Vorgesehen ist demnach, eine Rampe am Eingang zu installieren.

„Wir haben das Thema Barrierefreiheit auf dem Schirm und besprechen es laufend“, sagte der Bürgermeister. So sprachen sich die Ausschussmitglieder am Ende der Diskussion dafür aus, die Anträge von BG und SPD zurückzustellen und, wie es hieß, künftig „mit Leben zu füllen“. - mun


Weitere Artikel zu dem Thema aus der Westfalenpost.


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot)

Bürgerradweg schließt Lücke zum Norden

Alle, die um einen Bürgerradweg gekämpft haben, freuten sich jetzt beim ersten Spatenstich an der Rüthener Straße in Richtung Eikeloh. Darunter Mitarbeiter der Baufirma sowie der Städte Rüthen und Erwitte, Westereiden und Werner Lohn. - Foto: Schönhense


Streckenabschnitt in Richtung Eikeloh wohl schon Ende Oktober fertig

WESTEREIDEN - Radfahrer müssen stressresistent sein – besonders auf der Rüthener Straße in Richtung Eikeloh, wenn Autos mit hundert Sachen haarscharf überholen. Doch wohl noch in diesem Herbst ist das vorbei: Seit Mittwoch wird dort der Bürgerradweg gebaut. Dieser wird eigentlich nur 550 Meter lang sein, schließt damit aber die Radstrecken- Lücke vom Rüthener Süden in den Erwitter Norden. Zumindest vom Westen aus – Oestereiden muss noch um einen eigenen Radweg kämpfen (s. Infobox). Parallel zur Landesstraße knapp hinter der Autobahnbrücke wird der Asphaltweg verlaufen. Radler kommen über einen Wirtschaftsweg aus Westereiden, können neben der Straße weiterfahren, müssen sie dann aber noch einmal überqueren, um auf einen gen Norden führenden Wirtschaftsweg zu gelangen.

Schon Ende Oktober will die Oestereider Baufirma um Carsten Ising fertig sein. „Passend zu den Herbstferien könnte dann die Einweihung sein“, freute sich der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn. Er war vor vier Jahren vom Westereider Schützenoberst Franz-Bernhard Meyer auf den Wunsch nach einem Radweg angesprochen worden und hatte sich in Düsseldorf dafür stark gemacht. Das Ergebnis: 80 000 Euro Fördergeld aus dem Bürgerradweg-Programm des Landes. Das decke auch die Kosten, sagte Stadt-Mitarbeiter Andreas Janning. Einer, der sich beim Ortstermin auch freute, war der Westereider Franz-Josef Leiwesmeier. Er war über die Landesstraße geradelt („Das ist ganz gefährlich!“) und stellte für das Foto auch gleich sein Fahrrad zur Verfügung. - bis


Hoffnung auch für Oestereider

Die Heimatfreunde Oestereiden hatten stellvertretend zuletzt 2016 einen eigenen Radweg in den Norden gefordert. Hoffen dürfen sie, sagte Weiken auf Nachfrage. Allerdings: Meist scheitere es an Grundstücksbesitzern, die ihre Fläche nicht zur Verfügung stellen. Nicht an der Finanzierung, so Werner Lohn. Immerhin: Westereidens Ortsvorsteher Antonius Krane verriet, dass die Anlieger für einen Radweg zwischen Wester- und Oestereiden durchaus gesprächsbereit seien. „Aber zieht auch nur einer quer, ist die Sache gestorben“, so Weiken.


Weitere Artikel zu dem Thema aus der Westfalenpost.


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot )

Das Bibertal soll eine Ladestation erhalten

Bislang gibt es in Rüthen nur eine einzige Ladestation, die für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Sie steht am Haus Buuck und ist allein für Elektrofahrräder gedacht. - Foto: Mund


Politik stimmt BG-Vorschlag zu. Weitere Standorte möglich

RÜTHEN - Im Bibertal soll künftig eine Ladestation für Elektrofahrzeuge und Elektrofahrräder aufgestellt werden. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses stimmten am Dienstagabend einstimmig dem Vorschlag der BG zu, die Errichtung einer solchen Station im Zuge der anstehenden Umgestaltung des Bibertals zu überprüfen und möglichst umzusetzen. Kommt die Station gut an, soll ein Konzept für weitere Ladesäulen im Stadtgebiet erarbeitet werden, lautete der einhellige Tenor im Ausschuss. „Bei Elektroautos wird der Stein massiv ins Rollen kommen“, begründete BGPolitiker Michael Sauerland den Antrag. Der Standort im Bibertal biete sich an, weil naturbewusste und naturliebende Menschen hierher kämen.

Übrige Parteien positiv gestimmt

Die Station könnte im Zuge der geplanten Umgestaltung des Bibertals im Frühjahr 2018 aufgestellt werden. Nach der Biber-Renaturierung in diesem Jahr soll mithilfe von Fördergeldern auf Grundlage des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (Ikek) das Naherholungsgebiet künftig auch für den Menschen attraktiver gestaltet werden. Unter anderem sind dazu auch Veränderungen am Parkplatz am Waldschiff geplant. „Dann macht es auch Sinn, die Ladesäule dorthin zu setzen“, sagte BG-Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller. Die Finanzierung könnte auf Vorschlag der Partei möglichst über Fördermittel realisiert werden, entweder über das jüngst verabschiedete Ikek oder über das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur.

Ganz neu ist der Vorschlag der BG übrigens nicht. Im Sommergespräch mit unserer Zeitung hatte bereits die SPD-Fraktion die Installation von weiteren Ladesäulen im Stadtgebiet in den Raum geworfen. Im Stadtgebiet gibt es bislang nur eine Ladestation am Haus Buuck, und das auch nur für Fahrräder. „Mit nur einer Ladestation kommen wir nicht aus“, merkte SPD-Fraktionschef Johannes Erling in der Ausschusssitzung an. Neben der Kernstadt müsse auch über Stationen in den Dörfern nachgedacht und dadurch ein Netz an Stationen im Stadtgebiet aufgebaut werden. Die CDU äußerte sich positiv zu den Überlegungen. „Ich halte es für absolut berechtigt, darüber zu diskutieren“, sagte Hartmut Modes. Die Verwaltung solle prüfen, was mehrere Anlagen kosten würden. „Es ist die Zeitschiene, jetzt in die Thematik einzusteigen“, sagte Modes. Dem stimmte Ricarda Kroll von der FDP zu: „Wir sollten langsam erste Schritte angehen.“

Bürgermeister äußert sich skeptisch

Bürgermeister Peter Weiken zeigte sich hingegen skeptisch. „Man muss bedenken: An so eine Ladesäulen passt nur ein Auto.“ Wenn so eine Station dauernd belegt sei, könne das zu Ärger führen. Erst in Zukunft werde es fortschrittlichere Ladesysteme geben. „So eine Ladestation ist schön, nice to have, aber wie sinnvoll ist das eigentlich?“, sagte er. Dennoch stehe die Verwaltung in Kontakt zum Netzbetreiber Innogy und berate sich mit den dortigen Fachleuten. „Wir sind da am Ball“, versicherte der Bürgermeister. Am Ende der Diskussion stimmten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag von SPD-Politiker Erling zu: „Im Bibertal ist so eine Ladestation in Ordnung. Aber danach brauchen wir ein Konzept.“ - mun


Weitere Artikel zu dem Thema aus der Westfalenpost.


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot )

BG fordert Ladesäule im Bibertal

Elektroautos brauchen spezielle Ladestationen


Weiterer Antrag der Partei sieht einen barrierefreien Zugang zum Ratssaal im Alten Rathaus vor

RÜTHEN - Die BG-Ratsfraktion hat für den nächsten Stadtentwicklungsausschuss in der kommenden Woche zwei Anträge bei Bürgermeister Peter Weiken eingereicht.

Der erste Antrag behandelt die „Installation von Elektroladestationen im Bibertal“. Da im Bibertal Bauarbeiten am Parkplatz des Waldschiffes geplant sind, fordert die Rüthener Partei, im Zusammenhang mit diesen Arbeiten, die Errichtung von Elektroladestationen einzuplanen. „Eine Elektroladesäule im Bibertal ist sinnvoll, da sich Besucher dort oft länger aufhalten. Zudem könnte eine Ladesäule ein zusätzlicher Magnet für auswärtige Gäste sein“, schreibt Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller in ihrem Antrag. Besonders Tagestouristen würde eine Ladestation anziehen. Die Finanzierung soll möglichst über Fördermittel realisiert werden, entweder über das jüngst verabschiedete Integrierte kommunale Entwicklungskonzept oder über das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur.

Saal nur mit Hilfe einer Treppe zugänglich

„Bei diesem Programm würden die Errichtung der Ladesäule, der Netzanschluss und die Montage gefördert werden. Auch die neue Landesregierung will für die Installation von Elektroladesäulen Mittel zur Verfügung stellen“, schreibt die BG.

Der zweite Antrag handelt von der „Schaffung eines barrieregerechten Zugangs zum Ratssaal im Alten Rathaus“. Viele kulturelle Veranstaltungen fänden im Ratssaal des Alten Rathaus statt, schreibt Annette Herbst-Köller zur Begründung. „Da dieser im Obergeschoss liegt und nur mit Hilfe der Treppe erreicht werden kann, ist den älteren bzw. gehbehinderten Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Gehrollator angewiesen sind, die Teilnahme oft nicht möglich.“.

Im Hinblick auf die demographische Entwicklung, die eine zunehmende Zahl von Bürgern höheren Alters voraussagt, soll dem genannten Personenkreis auf Antrag der BG künftig eine Teilnahme an den Kulturveranstaltungen ermöglicht und der Zugang barrieregerecht gestaltet werden. Damit werde das neue Teilhabegesetz umgesetzt, heißt es im Antrag. „Die BG bittet die Verwaltung zu überprüfen, welche Beförderungshilfe im Alten Rathaus möglich ist und welche Investitions-/ Wartungskosten anfallen werden“, so Annette Herbst-Köller.

Zudem solle die Anwendung verschiedener Fördermöglichkeiten überprüft werden, wie etwa die Programme der KFW-Bank sowie das Programm des Bundesbauministeriums „Soziale Integration im Quartier“. Die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses findet am Dienstag, 26. September, ab 17.30 Uhr im Saal des Rathauses statt.


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot )

Stark für Zukunft mit Blick über Tellerrand

Wünschen sich hier auf dem Waldschiff-Parkplatz Elektro-Ladestationen: v.l. Susanne Dönnecke, Michael Sauerland, Franz-Josef Dohle und Annette Herbst-Köller. - Foto: Schönhense


BG setzt auf Elektro-Tankstellen und lobt das Ehrenamt

Von Birte Schönhense

RÜTHEN - Viel Lob für das Ehrenamt, Vereine und die Jugend in Rüthen hatte die BG im Sommergespräch mit unserer Zeitung im Gepäck – wie auch die Forderung, die Bergstadt für die Zukunft fit zu machen. Etwa in Sachen Digitalisierung und Elektromobilität, aber auch die Sanierung von Stadthalle und Rathaus waren Thema.

Bibertal und Elektro

Als Vorzeigeprojekt bezeichnete die BG die geplante Neugestaltung des Bibertales im Rahmen von Ikek. Nur auf die Kosten müsse geachtet werden. Zusätzlich schlug Michael Sauerland vor, eine Elektro-Tankstelle am Waldschiff-Parkplatz im Bibertal aufzustellen – ebenso wie Versorgungsstationen für E-Bikes. Das wäre ein Service für Touristen. Sinnvoll wären Ladestationen für E-Bikes auch am Rabennest oder in der Kernstadt, wie auch ein Pendant für Autos. Letzteres hatte die SPD bereits für den Marktplatz vorgeschlagen, was auch von der CDU befürwortet worden war. Auch die BG zeigte sich dafür offen. Wichtig ist ihnen, dass man der fortschreitenden Technologie nicht weiter hinterherhinkt. So habe die BG bereits 2010 einen Antrag für E-Bike-Ladestationen gestellt. Man habe auch bereits Fördermöglichkeiten ausgemacht.

Stadtentwicklung

Über mehrere Entwicklungen ist die BG erfreut. Etwa, dass Oestereiden ans Lippstädter Radwegenetz angebunden werde. Hier habe die Fraktion Druck aufgebaut. Auch über die Absicht eines Investors, seniorengerechte Wohnungen auf dem Gelände der Paul-Gerhardt-Schule am Schlangenpfad zu bauen, freute sich die BG – ebenso wie über die Bestrebungen der Caritas, in eine Tagespflege in der Ritterstraße zu investieren. Die BG will sich dafür einsetzen, dass mehr Möglichkeiten zum seniorengerechten Wohnen geschaffen werden. Und sieht den Bedarf eines Treppenlifts oder Ähnlichem im Alten Rathaus, damit auch Gehbehinderte an Kulturveranstaltungen teilnehmen können. Auch dafür hat die BG ein Förderprogramm gefunden.

Franz-Josef Dohle forderte, dass die Stadt in Kernstadt und Ortsteilen nach unbebauten Grundstücken suchen sollte, auf denen dann Wohnraum etwa für junge Familien entstehen könnte. Die BG hofft bis Jahresende auf eine umfangreiche Auswertung.

Zudem sprach sich die BG für die zeitgemäße Internetversorgung von Gewerbegebieten aus. Der Kreis habe aktiv werden wollen in der Hinsicht, bisher sei aber nichts passiert, so Annette Herbst-Köller.

Anders als andere Fraktionen ist die BG guter Dinge, dass für die Verkehrssituation in der Hachtorstraße eine Lösung gefunden wird. In erster Linie sei die Umgebung durch die Bauarbeiten stark aufgewertet worden.


"Hut ab vor der Jugend und dem TSV."


Bildung

Fraglich sei, inwiefern die Politik und Verwaltung vor Ort Einfluss nehmen könnte – aber der BG liege die digitale Infrastruktur der heimischen Schulen besonders am Herzen. Für Sauerland gehören da besonders auch Spezialisten zu, die in Sachen Computer und Technik an den Schulen lehren. Etwa Programmierung von Smartphone und Tablet und nicht nur Bedienung, schlug Dohle vor. Die mobilen Anbauten in den Kindergärten hält die BG für eine gute Lösung, um der steigenden Kinderzahl gerecht zu werden. Gleichzeitig könne man flexibel reagieren – und die Räume seien schön und keineswegs Container.

Jugendbeirat

Annette Herbst-Köller sprach dem neugegründeten Jugendbeirat ein Lob aus, dass sie ihre Interessen durchgesetzt haben, obwohl sie Etliches hätten einstecken müssen. Es müsse sich nun einspielen, dass die Jugendlichen zu politisch relevanten Themen informiert werden.

Vereine

Das Lob geht auch an die Vereine. Die BG sprach viele Veranstaltungen an, die Ehrenamtliche in letzter Zeit ausgerichtet haben – „und alles wirklich gelungen“. Dohle erwähnte aber auch Vereine wie die SGV-Gruppen anerkennend, die im Hintergrund agieren und etwa die Wege in Ordnung halten würden. „Hut ab“, sagt Herbst-Köller zum TSV, der Playfit-Geräte für Groß und Klein am Schlangenpfad verwirklichen wollte und sich nicht habe unterkriegen lassen. Für die BG ist der Standort am Sportplatz ideal, ein guter Treffpunkt für alle Generationen.

Stadthalle und Rathaus

Beim Thema Sanierung von Stadthalle und Rathaus plädierte die BG dafür, über den Tellerrand hinauszublicken. Und etwa zu fragen: Gibt es noch Alternativen als die Sanierung? Etwa Neubauten an anderen Standorten oder eine Umnutzung vorhandener Gebäude? Dabei will die BG beharrlich bleiben, bevor es an die Investitionen geht.

Regionalplan

Dass die Kommune die Planungshoheit über die Ausweisung von Windkraft- Zonen nach dem Regierungswechsel wiedererlangt hat, begrüßt die BG. Kritisiert aber, dass beim Windpark Meiste keine Bürgerbeteiligung stattfindet. Trotzdem sei es gut, dass die überdies geplanten Windräder im Wasserschutzgebiet verhindert werden konnten. Zum Thema Steinabbau und dessen Dauer solle Rüthen jedoch rechtzeitig aktiv werden und Stellung nehmen. Demnach solle der Regionalplan wieder in den Fokus gerückt werden.

Energie

Das obere Ziel der BG ist die Netzübernahme und die Fraktion heißt es gut, dass nach dem Fauxpas mit den Stadtwerken Lippstadt wieder Bewegung in das Thema kommt. Hintergrund ist, dass die Konzession für das Gasnetz in Rüthen 2020 ausläuft. Auch bei der Wasserversorgung sei es gut gewesen, dass die Stadt eine eigene Quelle gefunden hatte. Hier ist ein Lob für die Standhaftigkeit von Verwaltung und Bürgermeister drin. Der Abschluss mit den Lörmecke- Wasserwerken sei zufriedenstellend.


(Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot )

BG kennt bei Rathaus und Stadthalle keine Tabus

Im WP-Gespräch: Vor Sanierung um jeden Preis, ist Bürgergemeinschaft für die Suche nach Alternativen

Von Armin Obalski

RÜTHEN - Das Denken nach Schema F ist nicht Sache der Bürgergemeinschaft Rüthen. Sie steht für neue, auch ungewöhnliche Denkansätze. Beides wird besonders deutlich am Beispiel von Rathaus und Stadthalle. Beide Gebäude sind marode, doch müsse nicht um jeden Preis eine Sanierung im Bestand erfolgen, erklären die BG-Spitzen Annette Herbst-Köller, Susanne Dönnecke, Franz-Josef Dohle und Michael Sauerland. Wir trafen sie zum Gespräch am Waldschiff.

Tourismus

Begeistert sind die BG-Politiker von dem, was sich zur Steigerung der Attraktivität des Bibertales getan hat und noch tun wird. „Wir haben hier einen ungeschliffenen Diamanten, der jetzt bearbeitet wird“, freut sich Susanne Dönnecke. Der Planer habe bewusst gemacht, wie schön es hier sei, und was sich machen lasse, um dieses Touristenziel noch schöner zu machen, ergänzt Annette Herbst-Köller. Die Kosten allerdings dürften nicht aus den Augen verloren werden. Ein Zusatzeffekt, so die Überzeugung Michael Sauerlands, ließe sich dadurch erzielen, dass Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes, die sich als Alleinstellungsmerkmal wie eine Kette durch ganz Rüthen ziehen sollten, am Waldschiff installiert würden, wo ohnehin der Parkplatz neu gestaltet wird.

Stadtentwicklung

Zu den Dingen, die zeigen, „es geht nach vorne in Rüthen“, gehört nach Meinung Franz-Josef Dohles die Entwicklung am Schlangenpfad samt Straßenausbau. Auf dem Grundstück der abgerissenen Paul Gerhardt-Schule werde sich in nicht all zu langer Zeit etwas tun in Sachen seniorengerechtem Wohnen, wie von einem Investor bereits vorgestellt. „Dahin geht der Weg mit barrierefreiem Wohnen und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe“, findet Dohle. Barrierefrei wünscht sich die BG etwa auch das Alte Rathaus als dem kulturellen Treffpunkt Rüthens. Dabei setzt sie auf eine einfache Lösung durch den Einbau eines Treppenliftes. Auch hier gilt für Dohle: „Man muss auf Förderprogramme achten und zugreifen, wenn sie aufgelegt werden“, befindet Dohle. Hoffnungen, auf diesem Weg auch das Projekt Jung kauft Alt doch noch ankurbeln zu können, setzt die Bürgergemeinschaft mit Blick auf Ankündigungen der neuen Landesregierung, den ländlichen Raum zu stärken. „Wir können nicht nur auf der grünen Wiese bauen und die Innenstadt verödet“, stellt Annette Herbst-Köller fest, auch wenn sie die gut laufende Vermarktung des Baugebietes Schlangenpfad freut und auch die Baulandbevorratung nicht aus den Augen verloren werden soll.

Ziele und Visionen

Das Land sieht die BG auch am Zug, um schnelles Internet in allen Ortsteilen und vor allem den Gewerbegebieten zu realisieren. Sauerland kritisiert: „Hier ist wenig bis nichts passiert, obwohl der Kreis extra eine Stelle dafür geschaffen hat.“ Auch die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben bis hin zum Schaffen entsprechender Lehrerstellen, sei Landesaufgabe. Rathaus wie Stadthalle gehören für die BG-Politiker insgesamt auf den Prüfstand. „Macht es Sinn, sie zu belassen, wo sie sind, oder andere Standorte zu prüfen“, formuliert Annette Herbst-Köller die Frage, auf die die BG im Zuge der Kostenermittlung für die Sanierung Antworten erwartet. „Vielleicht gibt es andere Möglichkeiten, als nur die Kosten für Einzelmaßnahmen zusammenzurechnen und die alten Bruchbuden zu sanieren“, so Susanne Dönnecke. Wobei die Bürgergemeinschaft ergebnisoffen in die Debatte geht. Gesetzt ist für sie nur eines: Die Lösung soll eine langfristige, keine für wenige Jahre sein. Wo sich gegebenenfalls Alternativen für die beiden zentralen städtischen Gebäude ergeben und welche Entwicklungspotenziale es für die bisherigen Standorte geben könnte – auf diese Fragen hält man sich vorerst bedeckt.

An Deck: Die BG-Politiker Franz-Josef Dohle, Annette Herbst-Köller, Susanne Dönnecke und Michael Sauerland (von links) beim Gespräch am Waldschiff. - FOTO: ARMIN OBALSKI


"Vielleicht gibt es andere Möglichkeiten, als die Bruchbuden zu sanieren."
-Susanne Dönnecke, stellvertretende BG-Fraktionsvorsitzende


Beispiel Niederlande

Beim Umgang mit Schrottimmobilien verweist Franz-Josef Dohle auf das Beispiel der Niederlande. Dort würden diese nach gewisser Zeit an die Kommune fallen, die sie dann abreißen lassen könne. „Dafür ist hier aber zunächst der Gesetzgeber gefragt“, so Dohle.


(Artikel als PDF - Quelle: Westfalenpost )

Die BG besichtigt die Firma SIRTEC im Gewerbegebiet Lindental am 28.08.17

- High tech made in Rüthen -

Sehr informativ war die Besichtigung des Betriebes SIRTEC im Rüthener Gewerbegebiet Lindental mit Firmenchef Hubert Henneböhl. Der metallverarbeitende Betrieb fertigt CNC-Fräsmaschinen als Einzellösungen individuell für Kunden Europa weit an. Hubert Henneböhl zeigt hier die Entstehung der Maschine von der Konstruktion bis zur Montage beim Kunden auf. Insgesamt zeigt er sich mit dem Standort im Lindental zufrieden; verbesserungswürdig ist jedoch der Internetanschluss. Hier wünscht er sich einen Verbesserung zu mindestens auf einen für Gewerbegebiete zeitgemäßen Standard. Nicht zuletzt auch weil die meisten Kunden über das Netz bei Ihm anfragen und im Auftragsfall ein reger Datenaustausch herscht.

Stadtrat winkt Ikek durch

RÜTHEN - Der Rat der Stadt Rüthen hat das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) am Donnerstagabend einstimmig verabschiedet. Zuvor äußerten sich die vier Fraktionsvorsitzenden zu dem Konzept, welches Voraussetzung dafür ist, um bei der Bezirksregierung in Arnsberg auf Fördertöpfe zuzugreifen.

CDU-Chef Antonius Kranke lobte das „umfangreiche Werk“, wies aber gleichzeitig daraufhin, dass „einige Wünsche zunächst sicherlich nicht umgesetzt werden können“. SPD-Fraktionsvorsitzender Johannes Erling ging hingegen auf die Ernüchterung ein, die sich unter der Bevölkerung zuletzt breit gemacht hatte, als immer mehr deutlich geworden war, dass der Weg zu den Fördergeldern trotz des Konzepts noch ein weiter ist. „Viele waren enttäuscht und gefrustet. Aber man muss auch sagen, dass das Konzept für die nächsten Jahre gedacht ist. Wir werden da am Ball bleiben“, sagte Erling. Er sehe das Konzept daher recht positiv.

Auch die Vorsitzende der BG-Fraktion, Annette Herbst-Köller, sah das Werk als eine „positive Angelegenheit“ an. Zudem machte sie deutlich, dass künftig darauf zu achten sei, welche Förderprogramme aufgelegt werden, die für einzelnen Projekte, die in dem Konzept aufgeführt werden, möglicherweise verwendet werden können.

Kritischer gab sich FDP-Fraktionschef Wolfgang Henze. Die Liberalen sähen das Ikek nicht durchweg positiv an, weil es sich an ländliche Kommunen richte, die teils eh schon klamme Haushalte aufwiesen und bei gewissen Förderprogrammen noch dazu zahlen müssten. „Wir betrachten das daher mit gemischten Gefühlen“, sagte Henze.

Nach der Zustimmung des Stadtrates muss nun noch die Bezirksregierung in Arnsberg ihr Ok zum Rüthener Konzept geben. Danach haben Stadt und alle weiteren Bürger mit Projektideen die Möglichkeit, auf die Förderprogramme zuzugreifen. - mun


Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot (15.07.17)

Wasserspielplatz und Co.: Hehre Pläne fürs Bibertal

Projektplaner Hans-Joachim Berger (3.v.l.) stellte dem Stadtentwicklungsausschuss beim Rundgang im Bibertal seine Ideen vor – und sagte selbst: „Ich kriege jetzt schon Lust auf diese Fläche.“ Das Bibertal sei ein richtiges Kleinod. - Foto: Schönhense


Potenzial ausschöpfen: Ausschuss befürwortet Umgestaltung mit Ikek-Mitteln

RÜTHEN - Picknicken auf der Liegewiese direkt am Teich. Die Beine im Wasser baumeln lassen, während sich die Kinder beim Planschen, Pumpen, Spritzen und Matschen vergnügen. Und: Egal auf welche Sitzbank die Wahl fällt, überall der wunderschöne Blick ins Bibertal. So könnte die Zukunft aussehen, wenn der Plan von Stadt und Politik aufgeht. Denn: Dienstagabend hat sich der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig für eine Umgestaltung des Bibertals ausgesprochen.

Wohlgemerkt: Zunächst muss das Ganze noch in der nächsten Woche vom Stadtrat abgesegnet werden. Danach kann das Projekt als Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht werden. Die Zeit drängt – um in den nächsten Förderaufruf aufgenommen zu werden, muss der Antrag bis Mitte Juli vorliegen.

Gibt Arnsberg grünes Licht, könnte das Projekt mit 65 Prozent der Kosten gefördert werden. Veranschlagt sind vom Planungsbüro Berger derzeit rund 264 000 Euro. Den Eigenanteil will die Stadt mit den im Haushalt dafür vorgesehenen 100 000 Euro stemmen – wobei 6000 Euro davon bereits in ein neues Spielgerät in Kneblinghausen investiert sind. „Ich denke, dass wir im Ergebnis damit hinkommen werden“, sagte Bürgermeister Peter Weiken – zumal ein großer Teil auch in Eigenleistung geschafft werden könne. Ansonsten könne man zunächst einen Teil der Arbeiten zurückstellen und im nächsten Jahr wieder Geld einplanen.

Alle Fraktionen waren sich einig, jetzt die Chance auf Ikek-Förderung zu nutzen. Realisiert werden könnte das Projekt dann wohl frühestens im nächsten Frühjahr. Die BG merkte an, dass noch die neu gegründete ugendkommission zu beteiligen sei – schließlich sei das Geld ursprünglich auch für Kinderund Jugendprojekte eingeplant worden.

Bürgermeister Weiken gab an, mit Kommissionsmitglied Jean-François Siani gesprochen zu haben – und dass das Geld nicht besser für Kinder und Jugendliche angelegt sein könnte. Die Jugendkommission selbst Zerrkonnte wegen einer Abitur- Veranstaltung nicht am Ausschuss teilnehmen. Auf Nachfrage gab Jean-François Siani aber eine Stellungnahme ab: Die Kommission begrüße die Maßnahme, die Bürgern und Tourismus zugute komme. „Allein die Ausstattung des Spielplatzes ist mehr als spärlich“, so Siani. Hier sei eine Aufwertung wünschenswert.

Bei einem Rundgang im Bibertal stellte Projektplaner Hans-Joachim Berger das Konzept vor. Wert wurde auf Naturnähe und Materialien wie Holz und Stein – ja, auch Rüthener Sandstein – gelegt. An vielen Stellen kommen neue Sitzbänke hinzu. Einzelne Positionen und deren Kosten seien noch verhandelbar, ließ sich die Politik versichern.

Neues Spielparadies

Wohl von größtem Interesse für Familien aus Nah und Fern: Der jetzige Bibertal-Spielplatz soll umgestaltet und durch einen Wasserspielplatz erweitert werden. Der Naturpark Arnsberger Wald will am Ostrand Wasser- Spielgeräte wie Quellsteine, Schöpflöffel mit Staubecken und Pumpe samt Dusche installieren.

Die Stadt will darüber hinaus den Spielplatz mit einem großen, individuell auf Rüthen zugeschnittenen Gerüst aufwerten – etwa einer Biberburg (Kostenpunkt: 20 000 Euro). Zudem sind Spielgeräte angedacht wie Karussell, Rutsche, Zerrspiegel oder Felsen-Schildkröte. Der kleine Teich wird mit Steinen begehbar, die Böschung zum Weg hin wird zur Blumenwiese. Der jahrelang zu feuchte Bolzplatz soll dank neuer Erde endlich bespielbar werden. Östlich davon soll ein Holzunterstand eine Aufenthaltsmöglichkeit bieten.

Ruhezone am Teich

Am Biberteich soll ein Teil des nördlichen Rundwegs verlegt werden, um so eine Liegewiese direkt am Ufer zu ermöglichen. Das Ufer wird abgeflacht, Sitzsteine und eine Halbinsel schaffen Zugang zum Wasser. Die Blumecke, die im Norden in den Teich fließt, soll als Furt über den Rundweg verlaufen. Eine Steinplatte bildet den Übergang, ein kleiner Kiesstrand macht die Mündung bespielbar. Buschwerk soll an vielen Stellen entfernt werden und den Seeblick ermöglichen.

Quell-Grotte im Süden

Am Südhang soll viel Buschwerk gerodet werden – malerische Eichen, Fichten und andere Bäume bleiben stehen und bekommen mehr Freiraum zum Wachsen. Die Siepen-Quelle, noch in Beton gefasst, soll zur Naturstein- Grotte werden. Das Bächlein plätschert dann über eine Natursteinkaskade, was Lichtreflexe in der Grotte erzeugt.

Waldschiff gestrandet

Noch ist das Waldschiff von Parkplatz umgeben – es soll einen schönen Vorplatz bekommen, indem die hintere Parkplatzeinfahrt wegfällt. Noch strittig ist die Idee, den Rundweg statt auf die Straße direkt wieder zum Parkplatz zu führen.

Heller am Biberbad

Nördlich des Freibades soll das dunkle, verwahrlost wirkende Waldstück freundlicher werden – u.a. mit Wildobst-Bäumen. Der Bad-Parkplatz bekommt Rasen statt Buschwerk, die Straße ins Bibertal wird ebenso vom Unterwuchs befreit, sodass schon bei der Anfahrt der Blick ins Tal frei wird. Die nasse Senke im Talgrund wird zum Teich und bietet somit Lebensraum für viele Tiere. - bis


KOMMENTAR: Umgestaltung des Bibertals:
"Lohnend für alle Ortsteile"

Von Birte Schönhense

Ja, bitte. Machen. Am besten sofort. Das Konzept, das Projektplaner Berger da vorgestellt hat, klingt traumhaft. Und vermittelt den Eindruck, als liege das Bibertal noch im Dornröschenschlaf – schön, ja, aber da geht noch mehr. Bestes Beispiel: Die höher gelegene Sitzbank, eigentlich sonnig und mit schönstem See-Blick – wären Licht und Ausblick nicht versperrt von dichtem Gestrüpp. Mit dem Projekt könnten Stadt und Politik Ikek-Gelder nach Rüthen holen, von denen nicht nur Bürger aller Ortsteile profitieren würden, sondern auch der Tourismus – und damit wohl mehr Menschen als bei allen anderen Ikek-Ideen auf Stadtgebiet. Ein echtes Großprojekt.

Der Biberteich wird erlebbar: Die Planungsbüro-Zeichnung zeigt die Liegewiese (grün) und den kleinen „Strand“ an der Blumecke.


Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot

Baugrund im Visier der BG

Partei fordert Auflistung potenzieller Flächen

RÜTHEN - Damit die Stadt Rüthen auch künftig adäquaten Wohnraum insbesondere für Familien anbieten kann, will die BG-Fraktion in der nächsten Ratssitzung beantragen, dass die Verwaltung potenzielle Flächen für eine Bebauung im innerstädtischen Bereich auflistet. Außerdem sollen Flächen für eine mögliche Ausweisung von Neubaugebieten aufgezeigt werden. „Die BG Rüthen begrüßt das neu eingerichtete Leerstandskataster sowie die Unterstützung der Verwaltung bei der Vermittlung von privatem Wohneigentum“, schreibt die Partei in ihrem Antrag. Dies allein reiche jedoch nicht aus, um Rüthen weiter zu entwickeln. Es müsse dafür gesorgt werden, dass weiterhin auch Neubauten realisiert werden könnten.

In den vergangenen Jahren habe Rüthen einen leicht positiven Familienzuzug verzeichnet. Ursächlich sei dies auf die Entwicklung des Baugebiets Schlangenpfad zurückzuführen. Etwa die Hälfte der Grundstücke des zweiten Bauabschnitts am Schlangenpfad ist nach Angaben der BG aber schon verkauft oder reserviert.

Die Stadt verfüge über innerstädtische Flächen, die aktuell etwa als Garten, Weide oder Lagerflächen genutzt würden. „Bei einer Bebauung liegt der große Vorteil darin, dass die komplette Infrastruktur vorhanden ist, das heißt Erschließungskosten für den Bau weiterer Ver- und Entsorgungsleitungen sowie für Straßenbau entfallen“, argumentiert die Partei für die Nutzung von innerstädtischen Flächen. Für einige von ihnen gebe es bereits gültige Bebauungspläne. Mögliche weitere Flächen sollen nach dem Willen der Partei von der Verwaltung vorgestellt werden.

Da es sich um eine recht komplexe Aufgabe handle, solle die Vorstellung bis zur letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in diesem Jahr erfolgen, schreibt die BG abschließend in ihrem Antrag.


Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot

Der Patriot: Jugend redet künftig mit

Stadtrat entscheidet: Jugendkommission darf Vertreter in Ausschüsse entsenden

RÜTHEN - Nun also doch: Die Mitglieder des Vereins "Jugendkommission der Stadt Rüthen" dürfen nach dem Willen des Stadtrates künftig als beratende Stimme an bestimmten Ausschüssen teilnehmen. Die Politik verständigte sich am Donnerstagabend darauf, die Jugendlichen in den Sitzungen zu Wort kommen zu lassen – zunächst allerdings auf Probe.

Einstimmig beschloss der Rat, die Vereinsmitglieder als Vertreter einer Rüthener Bevölkerungsgruppe anzuerkennen. Nur so ist es laut Bürgermeister Peter Weiken rechtlich möglich, dass die Jugendlichen in den Ausschüssen mitreden dürfen. Ein Stimmrecht werden sie gleichwohl nicht erhalten. In Zukunft darf der Verein, der derzeit aus rund 15 Schülern der weiterführenden Schulen in Rüthen und Jugendlichen des Kinderund Jugendzentrums Treff besteht, immer einen Vertreter aus seinen Reihen in die Ausschüsse entsenden.

Ausgenommen davon sind die Ratssitzungen sowie die Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Wahl- und Rechnungsprüfungsausschusses.

Nach einer Ratssitzung Mitte März hatte es zunächst nicht danach ausgesehen, als würde den Jugendlichen ein Rederecht gewährt. Die CDU als größte Ratsfraktion hatte sich äußerst skeptisch gezeigt und befürchtet, dass bald noch mehr Rüthener Vereine ein Rederecht einfordern könnten. Die übrigen Parteien befürworteten hingegen schon damals ein stärkeres Mitwirken der Jugend.

Auch bei der jüngsten Ratssitzung am Donnerstagabend äußerte der Fraktionsvorsitzende der Union, Antonius Krane, Bedenken. Die Vereinsmitglieder als Vertreter einer Bevölkerungsgruppe anzuerkennen, sei zwar ein gangbarer Weg, aber: "Ich habe das Problem, dass ich in der Gruppe nicht die Vertreter der gesamten Jugend der Stadt Rüthen sehe", sagte Krane. Die Gruppe sei im Moment noch zu klein und bestehe zum Teil aus Schülern, die gar nicht aus Rüthen stammten. "Ihr habt euch in letzter Zeit auch nicht mehr so präsent in der Öffentlichkeit gezeigt", fügte Krane außerdem an.

Die übrigen Ratsparteien konnten diese Bedenken nicht nachvollziehen. "Die Jugendlichen haben schon einiges auf den Weg gebracht. Andere Städte lechzen nach einer solch engagierten Jugend", sagte BGFraktionschefin Annette Herbst-Köller. Dem pflichtete Werner Kroll von der FDP bei: "Überall wird von Politikverdrossenheit geredet. Dann kommen hier Jugendliche an und wollen mitwirken und wir lehnen sie ab? Das kann’s nicht sein." Auch die SPD um Fraktionschef Johannes Erling begrüßte es, dass die Jugendlichen im politischen Geschehen mitreden möchten.

Daraufhin ergriff Jürgen Augustinowitz von der CDU das Wort: "Wir sollten das flexibel handhaben", regte er an. "Lasst uns das in der Praxis doch einfach mal probieren." Jean-Francois Siani, der die Jugendkommission in der Ratssitzung vertrat, äußerte sich ähnlich: "Wir sollten es versuchen. Wenn es nicht funktioniert, kann man es doch auch jederzeit wieder abbrechen." Das überzeugte schließlich auch die CDU-Fraktion. - mun


Artikel als PDF - Quelle: Der Patriot

Joschi Kleine zu Gast bei der BG

Regionalratsmitglied Joschi Kleine informierte die BG Fraktion aus erster Hand über den Regionalplan. Begrüßenswert ist, dass die Planungshoheit für die Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen wieder bei den Kommunen liegt. Bei dem Teil Rohstoffsicherungskonzept geht es um die Ausweisung von Gebieten für den Steinabbau. Im Kreis Soest ist neben Geseke, Erwitte, Warstein ist auch die Stadt Rüthen betroffen.

Westfalenpost: Bürgergemeinschaft zeigt das ganze Jahr über Präsenz

Jahreshauptversammlung in Rüthen. Neue Doppel-Spitze engagiert sich für Belange der Jugendlichen

von Rilana Teipel

Rüthen. "Wenn etwas ist, sind wir immer präsent, das ist unsere Aufgabe." So beschreibt die BG-Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller die Arbeit der Bürgergemeinschaft auch in den vergangenen Monaten.

Präsenz zeigten die Mitglieder während diverser Veranstaltungen wie Unternehmertreffen, RüFa, IKEK-Gespräche, interfraktionelle Diskussionen und mehr.

Anträge finden wenig Anklang

Mit den Ergebnissen einiger Gespräche zeigten sich die Bürger hingegen weniger zufrieden: Ein Antrag auf Outdoor-Fitnessgeräte für die Bergstadt-Bewohner am Sportplatz fand ebenso wenig Anklang wie ein Antrag auf die Installation eines Jugend- und Seniorenbeirates. "Es ist schade, dass den Jugendlichen nicht die Chance gegeben wird, sich zu engagieren", bedauerte Herbst-Köller.

Kritik übten die Mitglieder am aktuellen IKEK-Projekt: "Das Ganze ist sehr zeitaufwendig und hat bisher leider wenig Fortschritt erbracht", so Franz-Josef Dohle als erster Vorsitzender der BG.

Im vergangenen Jahr hat Franz-Josef Dohle sein Amt als Fraktionsvorsitzender nach 14 Jahren an Annette Herbst-Köller abgegeben. Ihre Stellvertreterin ist Susanne Dönnecke. "Es ist besonders wichtig, dass dieses Amt in zwei Hände kommt", betonte Dohle, der sich nun voll auf seine Aufgaben als erster Vorsitzender konzentrieren kann.

Großes Lob gab es für den Bürgerbrief, der erstmals in Zusammenarbeit mit "Rüthen Extrastark" veröffentlicht wurde. "Das war mehr als gelungen", freuten sich die Mitglieder.

Spende an Tafel und Jugendtreff

Froh ist die BG über die Spenden, die der Verein im vergangenen Jahr für zahlreiche ehrenamtliche Gruppierungen sammelte. So durften sich unter anderem die Tafel sowie der Rüthener Jugendtreff über eine Unterstützung freuen.

Eine kleine Veränderung gab es schließlich noch bei den Wahlen: So wurde Herbert Oel einstimmig als Kassenprüfer gewählt und wird die Vereinskasse in Zukunft gemeinsam mit Karl-Josef Schiller prüfen.


Quelle: Westfalenpost

Westfalenpost: Sanierungsbedarf an allen Schulen

Bauausschuss begutachtet Mängel an der Nikolausschule und am Gymnasium.
Mittel zunächst für die Lehrküche an der Maximilian-Kolbe-Schule geblockt

von Manfred Böckmann

Rüthen. Konrektorin Astrid Falkenstein empfing die Mitglieder des Bauausschusses in der Eingangshalle der Nikolausschule. Ganz bewusst dort, denn genau da, so wünschen es sich Lehrer, Schüler und Eltern, sollte mit den Verschönerungen begonnen werden.

Die Decke neu, ein frischer Anstrich, damit sollte angefangen werden. Weiter gehen sollte es vor dem Sekretariat, schließlich ist dieser Bereich ein weiteres Aushängeschild der Schule. Auch Flure und Klassenräume würden sich übereine Auffrischung freuen, schließlich fördert eine schöne Lernumgebung die Lernbereitschaft. Und wenn dann doch Geld da wäre, blieben die Toiletten.


"Ich habe da volles Vertrauen in die zuständigen Leute."
Jürgen Augustinowitz CDU, über die Entscheidungen zu Sanierungsmaßnahmen an Schulen


Dass in der Nikolausschule im Wentlichen "lange Jahre nichts passiert" ist, sahen die Ausschußmitglieder sehr wohl. Aber auch andere Schulen warten auf finanzielle Unterstützung. So besichtigte man zuvor das Hallenbad im Gymnasium, das von allen Schülern der heimischen Schulen - und der Bevölkerung - genutzt werden kann.

Hohe Kosten erwartet

220.000 Euro stehen pro Jahr in den nächsten Jahren aus dem Topf "Gute Schule" zur Verfügung, erläuterte Bürgermeister Peter Weiken. Priorität bei der Nutzung der Mittel soll zunächst die Lehrküche in der Maximilian-Kolbe-Schule haben; Danach könne es ans Lehrschwimmbecken gehen, was aber vermutlich mit Kosten von 400.000 Euro verbunden sei.

Anstriche fordert man nicht nur in der Nikolausschule. Auch Oestereiden und Kallenhardt würden sich darüber treuen. Zudem seien Investitionen an den Dächern und Fensten erforderlich, auch wenn man das vielleicht auf den ersten Blick gar nicht sehe, so der Bürgermeister

SPD stellt Prioritätenliste auf

Johannes Erling plädierte für die SPD dafür, dass alle Schulen saniert werden müssten - und da gälte es bis 2020 abzuarbeiten. Er hatte eine Prioritätenliste aufgestellt und forderte, der Ausschuss möge diesem Antrag zustimmen.

Damit hatten aber die übrigen Fraktionen so ihre Probleme. Aus ihrer Sicht sollte die Verwaltung zunächst weitere Informationen zusammentragen. Wichtig war Vorsitzender Annette Herbst-Köller (BG) auch ein "ungefährer Kostenrahmen". Viele Maßnahmen fielen zudem im Rahmen der laufenden Verwaltung an, ergänzte Jürgen Augustinowitz (CDU). Er habe bei der Entscheidung, was in diesem Rahmen gemacht werden solle, "Vertrauen in die zuständigen Leute".



Artikel als JPG - Quelle: Westfalenpost



Weitere BGs im Kreis Soest:
BG Warstein BG Warstein BG Warstein BG Warstein BG Warstein BG Rüthen BG Möhnesee BG Wickede BG Ense BG Erwitte BG Anröchte BG Werl BG Soest BG Soest BG Bad Sassendorf BG Bad Sassendorf BG Welver BG Geseke BG Geseke BG Lippstadt BG Lippstadt BG Lippetal